Elena macht Schluß mit der Privatsphäre
abgelegt im Archiv Kommentare am 29.07.07
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Seit weiland 1890/1891 die Volkszählung in den USA mit der Hollerith-Maschine ausgelesen wurde, und der Siegeszug der (zuerst mechanischen) Datenverarbeitung begann, geht unsere Privatsphäre Stück für Stück den Bach runter.
Waren es vor kurzem noch begrenzte Rechenkapazität und vor allen Dingen begrenzter Speicher ist heutzutage kein Halten mehr. Mittlerweile kann und wird alles und jedes irgendwo digital gespeichert. Intelligente Systeme sind in der Lage aus einer Unmenge von Daten das gesuchte herauszufischen.
Innerhalb kürzester Zeit sind so Daten zusammengeführt und zu einer neuen Information gepackt. Vorratsdatenspeicherungsbemühungen (CIO-Weblog, OS-Weblog) oder die Kriminalisierung von IT-Verantwortlichen zeigen deutlich wohin der Hase läuft. Jetzt kommt ELENA (nein, nicht das Napoleonische Exil - das war St.Helena) - die bundesweite Gehaltsdatenbank (Elektronischer Einkommensnachweis) - ein Projekt bei dem sämtliche Einkommensdaten mehrere Jahre vorgehalten werden sollen. Schön zentral in einer Datenbank.. der Bund und seine Behörden haben ja in der Vergangenheit bewiesen wie sorgfältig mit sensiblen Daten umgegangen wird.
Schon komisch: auf der einen Seite zieht sich unser Staat immer weiter aus seiner Verantwortung und seinen Kernaufgaben zurück, zum anderen steigt dessen Aktivität was das informationelle Auspressen seiner Bürger anbelangt.
So langsam erwächst Zweifel ob der Staat für den Bürger da ist. Ich doch schön, wenn eine Statistik Einkommensverhältnisse, Kaufkraft und Wohngegend in Korrelation setzen und das (doch arg teure) Bildungssystem zielgerichtet für die erwartungsvollsten Konsumenten angepasst wird. Ein Akronym hätte ich schon: IBAPFUI-Offensive, die Individulisierte BildungsAngebotsPrüfungs- und Intellektbildungs-Offensive
Spaß beiseite das geht meiner Meinung nach alles doch etwas zu weit. Zu lesen bei e.conomy dem wirtschaftsmagazin online bei www.bundesregierung.de
Künftig elektronischer Einkommensnachweis
Zeitnah zum Zweiten Mittelstandsentlastungsgesetz wird auch der elektronische Einkommensnachweis "ELENA" eingeführt.
Bisher müssen Angestellte den Behörden Papierbescheinigungen über ihr Einkommen vorlegen, wenn sie Kindergeld oder andere Leistungen beantragen. Die Unternehmensführung ist zudem verpflichtet, den Behörden monatlich Einkommensnachweise zu übermitteln. Jährlich stellen rund drei Millionen Firmen etwa 60 Millionen Bescheinigungen aus.
Mit einem elektronischen Verfahren werden Anträge bei Behörden oder Gerichten und deren Bearbeitung wesentlich vereinfacht und beschleunigt.
Das elektronische Verfahren soll die bisherigen Papierbescheinigungen des Unternehmensführung ersetzen. Das bedeutet: Die Kosten der Wirtschaft werden merklich reduziert - um mehr als 250 Millionen Euro. Zudem wird der Datenschutz für die Bürgerinnen und Bürger verbessert.
Mal sehen was unser Volkszertreter aus dem zweiten Mittelstandsentlastungsgesetz machen.
Links:
Sammele Daten und rede nicht.. auf www.diekrankheitskarte.de
Datenschutzbeauftragter Sachsen Anhalt

Zeitnah zum Zweiten Mittelstandsentlastungsgesetz wird auch der elektronische Einkommensnachweis "ELENA" eingeführt.
Bisher müssen Angestellte den Behörden Papierbescheinigungen über ihr Einkommen vorlegen, wenn sie Kindergeld oder andere Leistungen beantragen. Die Unternehmensführung ist zudem verpflichtet, den Behörden monatlich Einkommensnachweise zu übermitteln. Jährlich stellen rund drei Millionen Firmen etwa 60 Millionen Bescheinigungen aus.
Mit einem elektronischen Verfahren werden Anträge bei Behörden oder Gerichten und deren Bearbeitung wesentlich vereinfacht und beschleunigt.
Das elektronische Verfahren soll die bisherigen Papierbescheinigungen des Unternehmensführung ersetzen. Das bedeutet: Die Kosten der Wirtschaft werden merklich reduziert - um mehr als 250 Millionen Euro. Zudem wird der Datenschutz für die Bürgerinnen und Bürger verbessert.
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Tags: Datenschutz Sicherheit
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