EU steht Oracle-Sun-Deal kritisch gegenüber

September 6, 2009 · Posted in Aktuelles 
EU steht Oracle-Sun-Deal kritisch gegenüber
© Peter Kaminski

Die EU-Kommission äußert Bedenken über die geplante Übernahme des US-Serverherstellers Sun Microsystems durch den Softwarekonzern Oracle. Die Zustimmung der US-Kartellbehörde liegt bereits ohne Einschränkungen vor, doch die EU befürchtet wettbewerbsrechtliche Probleme für den Datenbank-Software-Markt. Deshalb verlängerten die Brüsseler Wettbewerbshüter diese Woche die Prüffrist der Übernahme bis zum 19. Januar 2010. Sie wollen die möglichen Auswirkungen intensiv prüfen – im Blickpunkt steht dabei vor allem die Open-Source-Datenbank MySQL von Sun. "Wenn das weltweit führende Unternehmen im Bereich proprietäre Datenbanken das weltweit führende Unternehmen im Bereich Open-Source-Datenbanken zu übernehmen gedenkt, muss die Kommission die Auswirkungen auf den Wettbewerb in Europa äußerst sorgfältig prüfen", äußerte sich EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Doch diese Fristverlängerung hat Konsequenzen für den Software-Konzern. Sie bringt nicht nur den Zeitplan von Oracle ins Wanken, sie gibt den Mitbewerbern Hewlett-Packard und IBM durch diese Verzögerung die Möglichkeit weitere Sun-Kunden abzuwerben, die durch die bevorstehende Übernahme von Sun verunsichert sind. Oracle hatte gehofft, den Kauf von Sun im Sommer abzuschließen können.


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