HDR - Bessere Bilder
abgelegt im Archiv Wissen am 22.11.07
Schöner als die Wirklichkeit
Die Fotos und Illustrationen in auf Werbeplakaten und Magazinen haben immer da gewisse Etwas. Man kann es nicht fassen aber irgendwie haben diese Bilder mehr Brillanz und wirken interessanter. Dahinter steckt oft eine aufwändige Bildbearbeitung und Komposition aus mehreren Einzelbildern. Obwohl mit Digitaltechnik aufgenommen sind solche Fotos dann schon Kunstwerke. Die ganze Geschichte nennt sich HDR (High-Dynamic-Range). HDR trägt dem Umstand Rechnung, dass Bildformate wie Jpg und PNG nur geringe Helligkeitsbereiche abdecken und damit Brillanz verloren geht. Bei HDR-Bildern werden Tiefen (fotografische Bezeichnung für den Kontrast) in einem bis zu 32-bittigen Format pro Kanal gespeichert.
Nun ist es leider so, dass man mit normalen Digitalkameras keine HDR-Fotos "machen" kann. Der Trick ist es dann mehrere Bilder ein und desselben Motiv zu machen mit jeweils unterschiedlicher belichtungszeit. Ausgangsmaterial sind dann unterbelichtete, normal belichtete und überbelichtete Fotos, die im Tonemapping-Prozess dann zu einem HDR-Bild kombiniert werden
Ein Bericht über HDR im Linuxmagazin.
Erklärungen zum Format und hilfreiche Links bei Wikipedia.
Qtpfsgui eine Open Source-Software (Windows, Linux und Mac) zum Erstellen von HDR-Bildern.
Eindruckvoller Workshop (engl).
Reich bebilderter Workshop zum Erstellen von HDR-Bildern mit normaler Technikausstattung.
Fotostrecke beim Spiegel, die das Verfahren veranschaulicht.
Eike Elser 22-11-2007
Das Bild "herbstgefuehle..." stammt aus der kostenlosen digitalen Datenbank für honorarfreie Fotos Pixelio und wurde von Dr. Hel aufgenommen.
© Dr. Hel / PIXELIO

© Dr. Hel / PIXELIO
Permalink: HDR - Bessere Bilder
Tags: Photo foto OSS HDR grafik
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Kommentar von:
Michael Mosmann
(30.11.07 20:43 Uhr)
Kommentar von:
Eike
(30.11.07 21:41 Uhr)
Danke Michael,
ich bin in die gleiche Falle getappt, in die die meisten bei diesem Thema laufen. Ja, Tonemapping ist ein HDR-Fake. Leider wird das Ganze immer wieder aufs fröhlichste vermischt - so wie bei mir.
Ich habe tatsächlich von den "Kunst"werken gesprochen, die in Werbung und Illustration mittlerweile so beliebt geworden sind.
Ich passe den Beitrag entsprechend an.
Schönes WE.
Eike
ich bin in die gleiche Falle getappt, in die die meisten bei diesem Thema laufen. Ja, Tonemapping ist ein HDR-Fake. Leider wird das Ganze immer wieder aufs fröhlichste vermischt - so wie bei mir.
Ich habe tatsächlich von den "Kunst"werken gesprochen, die in Werbung und Illustration mittlerweile so beliebt geworden sind.
Ich passe den Beitrag entsprechend an.
Schönes WE.
Eike
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Das was Du meinst ist Tonemapping. Die Bilder wirken deshalb so unwirklich, weil die relativen Kontraste nicht mehr stimmen. In deinem Beispielbild wäre die Wiese nicht annähernd so hell. Dazu wurde dieser Bereich durch das Tonemapping aufgehellt. Denn dein Bildschirm kann den Dynamikumfang ja nicht darstellen, und das JPG auch nicht. Tonemapping ist nur der Versuch (Fake) ein HDR Bild auf ein Ausgabegerät mit begrenztem Dynamikumfang darzustellen und erhöht durch die partielle Aufhellung / Abdunklung den gefühlten Kontrastumfang. Die Aussage des Bildes wird dadurch aber verändert. Das Bild kann es so in der Realität garnicht geben, deshalb wirkt es auch unwirklich.