Insight mySQL – verteiltes Arbeiten
OpenSource-Projekte haben oft als Merkmal, dass die Beteiligten nicht zentral in einer Firma sitzen, sondern oft über den gesamten Erdball verteilt sind.
Wenn schon die Projektsteuerung mehrere Einzelner an einem offenen Entwicklungsprojekt eine organisatorische Herausforderung ist, mehrere Mitarbeiter an verschiedenen Orten -wohlmöglich noch in unterschiedlichen Zeitzonen – unter einen Hut zu bringen, schafft ganz neue Arbeitsqualitäten.
Natürlich ist derartige Zusammenarbeit im Zeitalter von Internet-Telefonie und den verschiedenen Messenger- und Chat-Diensten kein infrastrukturelles Problem. Nein, in Unternehmen sind Video- und oder Telefonkonferenzen an der Tagesordnung – nicht anders ist in Open Source-Firmen. Ein schönes Beispiel ist MySQL, wie Kristian Köhntopp von MySQL in seinem Blog inter dem treffenden Titel "Erfahrungen mit Non Office" beschreibt: "(…) Diese Firma existiert virtuell aus "einer an mehreren Stellen konzentrierten Infrastruktur (…), alle Dienste sind "(…) wo immer es geht, webbasierend und so gestaltet, dass sie so Browser-unabhängig sind wie irgendmöglich sind. (…) ". Dazu zählen klassische Anwendungen wie News und Mail aber eben auch Groupware-Funktionen, die eine reibungslosen Ablauf unterstützen. Alles in allem zeigt dieser Bericht aus der Praxis am Beispiel von MySQL sehr gut den aktuellen Entwicklungstrend – die "Firmenstruktur der Zukunft". Mehr noch: Entscheider stehen vor der Frage ob sie ihre eigene IT-Infrastruktur nicht an die neuen Chancen und Möglichkeiten anpassen, um ungeahnte Wettbewerbsvorteile nutzen zu könne. Das heißt sich von klassischer Unternehmensführung zu verabschieden: wer Montagmorgen seine Köpfe zählen will, kommt damit dann nicht mehr zurecht. Die Erfahrungen aber gerade mit jüngeren Mitarbeitern (die Erwachsen werdende SMS- und Chat-Generation noch vermehrt) zeigt deren hohe Bereitschaft sich auf diese alternativen Arbeitsweisen einzulassen.
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