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von Eike Elser am 26.07.07

Barbara Haselboeck von Mangoomangoo - "Gutes für eine bessere Welt" wirft in ihrer Blogparade die Frage auf: "Seid Ihr kritische Konsumenten?" Das ist ein interessantes und wichtiges Thema.
Gilt es doch im Zusammenhang mit Open Source kritischer Verbraucher oder im IT-Bereich Anwender zu sein. Auch das Motto "Gutes für eine bessere Welt" passt da sehr gut.
Es ist doch immer wieder zu entscheiden wer uns vorgibt, was richtig und was falsch, was gut und was schlecht ist. Ist ein Brief der mit Word verfasst ist, besser als einer der mit Open Office geschrieben wurde? Es geht doch um den Inhalt und den Gegenwert einer Sache und darum möglichst selbst entscheiden zu können. Die Marktmacht Microsoft allein ist doch eine beinahe unzulässige Beschränkung unserer Freiheit als Verbraucher. Allein deshalb muss die Alternative Open Source das Gegengewicht zur kommerziellen Software bilden.
Das ist das was ich im IT-Bereich unter kritischem Verbrauchertum verstehe. Doch auch als normaler Verbraucher haben wir die Möglichkeit, ja beinahe die Verpflichtung unser Konsumverhalten zu steuern. Ich kaufe beispielsweise auf dem Markt - trotz höherer Preise - um die regionale Wirtschaft zu stützen. Ich bevorzuge saisonale Gerichte, denn damit helfe ich wieder der regionalen Wirtschaft und setze für meine Kinder Zeichen. Saisonal heißt auch, dem Jahreslauf folgend zu konsumieren und gegen das "immer-verfügbar-Bewusstsein" zu arbeiten. Man mag das sogar als mein Anti-Globalisierungs-Beitrag bezeichnen. Sinnvolles Verbrauchen bedeutet auch entscheiden welche Seiteneffekte ich in Kauf nehmen will, um meine Konsum-Bedürfnisse zu befriedigen.
Also kaufte ich heute Kochbirnen, frische grüne bohnen. Morgen gibt es also Birnen, Bohnen und Speck ein altes norddeutsches Gericht.
Es bleibt die Frage, ob etwas bewirkt, diese Zeichen zu setzen. Ich denke schon zum einen lebe ich meine Kindern etwas vor und beeinflusse so das Konsumbewusstsein. Zum anderen beginnt jede Bewegung auf etwas zu mit einem ersten kleinen Schritt. Da spielt es für mich keine Rolle ob Tausende immer noch "geilen Geiz" haben "oder sich selber "nicht blöd" wähnen.
Mein Sohn erfreut sich übrigens einer Vollinstallation von Open Office auf seinem gebrauchten PC und lernt ganz nebenbei dieses Programm vor Mircosofts Office kennen. Über die Vorzüge von Open Office will ich mich erst gar nicht auslassen. Ich denke auch so kann man eine Veränderung bewirken.
Wie stehts? Gibt es unter den Lesern Interesse an einem Open Office Workshop in loser Folge - Lust hätte ich schon, wieder damit anzufangen, denn vor 5 Jahren habe ich am Star-Office-Kompendium von Markt &Technik mitgearbeitet. Gebt doch einen entsprechenden Kommentar ab oder ein Statement per Mail.
Das Bild stammt von Andreas Bemeleit, der das Gericht kochte und fotografierte.
Zum Thema
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Eike Elser 26.07.2007
Permalink: Open Source als (einzig wahre) Alternative?
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Wong
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Kommentar von:
barbara
(26.07.07 18:29 Uhr)
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P.S. Open Office Workshop fänd' ich toll! Ich nutze es nämlich selbst und habe irgendwie immer das Gefühl, die Möglichkeiten bei weitem nicht auszuschöpfen (weil ich sie nicht kenne).