Open Source in der Musik?

Juli 1, 2007 · Posted in Vermischtes 
Open Source in der Musik?

Open Source in der Musik? Open-Source-Musik? Wie heißt es doch auch der Webseite von Open Source Music so schön:

"Musik ist ein Luxusgut – und wird viel zu oft auch so behandelt. Welcher Musiker sehnt sich nicht, während er wieder einmal zu einem gut bezahlten, aber langweiligen Gig fährt, nach der Zeit, als es noch nur ums Mucken ging – nicht um Geld, Prestige, die nächste Tour, die teure CD…"

Opensource-Musik ist ähnlich wie Open Source in der Computerwelt eine Sache von Begeisterten. Hier die Musik, dort klasse Programme. Mir gefällt vor allem dass diese Webseite quasi eine Parabel auf die Open-Source-Gemeinde in der Computerei darstellt. So liest sich denn auch die Idee auf der Webseite:

Die Idee
Jeder Musiker kennt Sessions, sei es vom Zuhören oder vom Mitmachen. Meist fangen sie mit Sweet Home Alabama an, nehmen einen kurzen Umweg über Knocking On Heaven's Door und enden unweigerlich beim halbstündigen Blues in A-moll. Das ist nicht nur hier in Koblenz so.
Langweilig!
Wenn man sich aber vorbereitet, sich einige Songs draufschafft, die man immer schon mal spielen wollte, ein paarmal wild durch die Gegend telefoniert, Leute zum Mitmachen animiert und maximal zweimal probt, wird es interessanter. Und wenn dann am Abend des Ereignisses ein junger Gitarrenschüler zusammen mit einer Sängerin, die 15 Jahre Bühenerfahrung hat, Highway To Hell als akustischen Jazz spielt, dann ist es einfach nur klasse. By the way – hier ist alles erlaubt: unplugged, elektrisch, á capella, Rap… die OpenSource stellt die Anlage und (zumindest) einen Teil der Instrumente; Ihr bringt die Songs mit.
Get the idea?

Der Gedanke der Gemeinschaft – der Community – und das gemeinsame Ziel Freude an der Sache zu haben, zeigt hier die Parallelen auf. Was immer Open Source bewegt, dahinter stehen einzelne Menschen, die das Beste geben wollen und geben. Vorrangig geht es – und das macht für mich den Reiz der Geschichte aus – nicht um kommerzielle Motive, sondern um Ideale und konkrete Vorstellungen wie etwas sein oder besser sein sollte. So gesehen wäre ein wenig mehr Open Source unserer Zeit sehr zuträglich.

Eike Elser 01.07.2007


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