Schweizer Open-Source-Dienstleister zeigen sich kämpferisch

Mai 11, 2009 · Posted in Aktuelles 
Schweizer Open-Source-Dienstleister zeigen sich kämpferisch
© Robert Scoble

Still und heimlich hat sich Microsoft im Februar 2009 mit der Bundesverwaltung der Schweiz geeinigt und einen Drei-Jahres-Vertrag über sage und schreibe 42 Millionen Franken, das entspricht 28 Millionen Euro, abgeschlossen. Mit Abschluss dieses Vertrages darf Microsoft bis zum Jahr 2012 die Software für die Arbeitsplätze und Server des Bundes bereitstellen und wird dafür nicht gerade gering bezahlt.

Die Ungeheuerlichkeit: eine öffentliche Ausschreibung hat es nie gegeben. Das wollen sich die Schweizer Open-Source-Dienstleister nicht gefallen lassen und haben sich nun zusammengetan, um Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einzureichen. Sie argumentieren, dass eine solche "freihändige Vergabe" nicht hätte stattfinden dürfen, da weitere Alternativen existieren. Zudem gibt es viele öffentliche Einrichtungen in der Schweiz, die bereits seit Jahren erfolgreich und kostensparend Open-Source-Lösungen einsetzen bzw. dabei sind auf solche umzustellen und somit beweisen, dass es nicht zwingend notwendig ist, teure Software, wie die von Microsoft einzusetzen. Der Kanton Solothurn oder Waadt, aber auch das Schweizerische Bundesgericht haben den Open-Source-Weg bereits erfolgreich beschritten.

Es bleibt spannend, welche Entscheidung das Schweizer Bundesverwaltungsgericht wohl treffen wird!


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