Sun fordert Open Source bezahlen

Mai 8, 2007 · Posted in Kommentare 
Sun fordert Open Source bezahlen

Heute stand bei WinFuture zu lesen, dass Sun fordert, Open-Source-Entwicklern eine entsprechende Bezahlung zukommen zu lassen. Rich Green, der Executive Vice President von Sun formulierte am Montag bei Vorträgen im Rahmen des NetBeansDay in San Francisco Zweifel am bisherigen Verfahren. Seine Begründung klingt einleuchtend, denn die Entwickler erarbeiten kostenlos Know How, dass dann von anderen Firmen zu Geld gemacht wird. Sun möchte nun mit den Open Source Entwicklern zusammenarbeiten, um die entsprechenden Bezahlmodelle zu entwickeln.

Klar, dass diese Meldung polarisiert. Während die einen diese Entwicklung begrüßen, befürchten die anderen den Niedergang der Idee hinter Open Source. Es ist nicht richtig, wenn Menschen aus der freiwilligen Arbeit anderer Profit schlagen. Es ist aber auch das gesetz der vielgerühmten Marktwirtschaft, dass jeder versucht, irgendwie zu Geld zu kommen.

Meiner Meinung nach wäre es angemessen, wenn die Urheber, die Entwickler, Programmierer und Ideengeber von ihrer Arbeit profitieren. Durch das Wesen von Open Source wird es recht umständlich zu handhaben sein, wenn jeder zu seinem Recht kommen soll.

Dann geht es schnell um Bewertungen (was war im Projekt wie wichtig) wenn nicht nach "Code-Gewicht" oder Programmierzeit entlohnt werden soll. Die Bewertung wird aber dann gleich wieder dazu führen, dass mancher seine Arbeit an den Bewertungsrichtlinien orientiert, um mehr Geld zu erhalten. Damit ist dann der Bewerter der versteckte Projektleiter… der, er bestimmt wo und wie es langgeht. Damit ist es aber um die freie Programmierung nicht mehr allzu gut bestellt.

Logisch auch, dass sich Sun damit wieder in den Focus rückt…

Bemerkenswert ist der Thread, der sich zu der Meldung bei WinFuture entwickelt.
(ER; 08.07.07)


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