Was ist mit Knut?

Mit größtem Interesse verfolge ich was derzeit für ein riesiges Interesse an einem reichlich kleinen Eisbären besteht. Die Rede ist von Knut – Knut dem "Knuddel-Knut" der Nation, dem "Alles wird Knut" (der Tagesspiegel-Online), dem "King-Knut" (Welt online) dem, dem, dem, dem…
Was hat Knut mit Open Source zu tun? Nun, eigentlich wollte ich jetzt nur eine nette Überleitung schreiben und dann folgern, dass Open Source und Knut nichts miteinander zu tun haben. Das hat leider nicht geklappt. Knut lehrt uns vieles: hemmungslose, sinnentleerte Vermarktung schafft Bedürfnisse und ermöglicht es dem Herdentrieb weitgehend unreflektiert zu folgen. Das ersetzt leider nur allzu oft eine sorgfältige Auseinadersetzung mit einem Thema.
So etwas passiert immer laufend – wenn wir keine Anstalten machen, inne zu halten und mal nachzusehen wo die Reise überhaupt hingeht. Nicht die erste tolle Meldung der "soundsovielten" Neuerung mit Begeisterung und froh gewecktem Bedürfnis aufsaugen, sondern einfach mal fragen ob dies oder jenes sinnvoll, zweckmäßig oder vielleicht notwendig ist. Knut lehrt uns wie Massenhysterien entstehen und wie Urteilsvermögen ausgeschaltet werden kann. Was in den Massenmedien gefeiert wird entzieht sich den normalen Spielregeln und Bewertungen – so einfach ist das.
Aber vielleicht ist Knut ja auch nur ein Feldversuch entworfen und durchgeführt vom Institut für angewandte Volksvera****ung (VVA).
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